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Sonntag, den 07. Februar 2010 um 22:35 Uhr |
Abführmittel
Laxativ ist der in der Medizin gebräuchliche umfassende Begriff für abführende Medikamente und diese haben den Zweck einen Stuhlgang herbeizuführen, der nicht auf natürlichem Wege zustande kommt.
Man kann davon ausgehen, dass das Phänomen der schlechten Verdauung mit dem Beginn der fleischlichen Ernährung anfing. Vorallem Milch bereitet seit jeher den Menschen einige Schwierigkeiten bei der Verarbeitung im Darm. Darum versuchte man sich mit dem Würzen der Milch zu behelfen und sie leichter verdaulich zu machen. Rizinusöl ist das älteste bekannte Abführmittel und wurde im Vorderen Orient bei Darmbeschwerden schon 2500 Jahre v.Chr. eingenommen. Und den 1500 Jahre alten Aufzeichnungen der Assyrer kann man entnehmen, dass sie bereits damals die auch heutige noch geläufigsten Methoden der Abführung kannten.
- Einwirkung auf die Peristaltik (z.B. Leinsamen, Kleie, etc.)
- Erhöhung des Wassergehalts im Darmtrakt (durch saline Mittel)
- Vermehrung des Darminhalts
1905 fand Max Kiss heraus, dass Phenolphtalein abführend wirkt. Dieser Stoff wurde bislang Weinen zugesetzt. Der geschäftstüchtige Apotheker bot das Phenolphtalein als Zusatz in Schokolade als Abführmittel an, die sogenannte Abführschokolade.

milde Abführmittel sind:
- Glauber- und Bittersalz
- salzhaltige Mineralwasser
- Weinstein
- Manna
- Honig
- Obst
- fette Öle
- (früher auch Kalomel und Schwefel)
stärkere Abführmittel:
- Sennes blätter
- Rhabarber
- Aloe
sehr starke historische Abführmittel (die absolut nicht mehr zu empfehlen sind, da sie großen körperlichen Schaden anrichten):
- Jalappe (Wunderblume)
- Koloquinten (giftiges Kürbisgewächs)
- Krotonöl (giftiges Öl, welches aus dem Samen der Crotonpflanze gewonnen wird)


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